Sonntag, 15. Oktober 2017

Goldener Oktober im Zoo


In Trauter Verborgenheit
(von Wilhelm Busch)


Ade, ihr Sommertage,
Wie seid ihr so schnell enteilt,
Gar mancherlei Lust und Plage 
Habt ihr uns zugeteilt.
Wohl war es ein Entzücken,
Zu wandeln im Sonnenschein
Nur die verflixten Mücken
Mischten sich immer darein.
Und wenn wir auf Waldeswegen
Dem Sange der Vögel gelauscht,
Dann kam natürlich ein Regen
Auf uns hernieder gerauscht.
Die lustigen Sänger haben
Nach Süden sich aufgemacht,
Bei Tage krächzen die Raben,
Die Käuze schreien bei Nacht.
Was ist das für ein Gesause!
Es stürmt bereits und schneit.
Da bleiben wir zwei zu Hause
In trauter Verborgenheit.
Kein Wetter kann uns verdrießen.
Mein Liebchen, ich und du,
Wir halten uns warm und schließen

Hübsch feste die Türen zu. 



Heute sollte ein schöner Tag werden, bevor morgen der nächste Orkan schlechtes Wetter zu uns pustet, darum war ich im Zoo. Eigentlich wollte ich gestern in den Zoo aber mein Schlafbedürfnis war größer. 

Ich hatte Lust zu fotografieren und außerdem gibt es ein Zebrafohlen und eine Umgestaltung der Känguru Anlage. Dazu wollte ich auch was für mich tun. Da ich ein Bewegungsmuffel bin, muss ich mich immer motivieren. Der Zoo ist für mich Motivation. 

Als ich mit der Bahn los gefahren bin, war es neblig. Auch kurz vor Zehn war es ein echter Herbstmorgen mit Nebel. Die Sonnenuhr zeigte keine Zeit an aber sie ist einfach ein schönes Motiv.


Die Gänse waren schon munter, bis auf ein paar, die scheinbar Langschläfer (so wie ich) sind. Ich war auch ungewöhnlich früh unterwegs (für meine Verhältnisse).


Ausnahmsweise bin ich nicht zu den Flamingos, sondern gleich in Richtung Wasserwelt gegangen. Am See entlang zeigte sich die Natur in Herbststimmung.


Besonders schön ist der Amerikanische Amberbaum.


Versteckt im Gebüsch am Ufer vom Schwanensee ist eine Statue, die jetzt im Herbst eine besondere Wirkung hat.


In der Wasserwelt sind die Seehunde, Eisbären und Pinguine untergebracht. Die Eisbären habe ich heute nicht  besucht ab ein Seehund zog seine Schwimmbahnen. Im Profil hat er was von Fuchur, dem Glücksdrachen.


Gegenüber von der Wasserwelt ist die Tierwelt Australiens untergebracht. Hier leben unter anderem die Kängurus, die sich mit ihrem vegetarischen Frühstück beschäftigt haben. Ein paar Krähen haben sich zum Frühstück eingeladen und eine krähe war etwas von einem der Gastgeber genervt, weil es den Salat weggefuttert hat. Kurzerhand hüpfte die Krähe um das Känguru herum und biss dem Tier in den Schwanz.


Gereizt hat mich das weiße Känguru. Ein Albino. Das war auch sehr freundlich zu mir und meiner Linse.


Dann ging es weiter, vorbei an den Pinguinen Richtung Afrikasavanne. Früher waren hier die Dromedare untergebracht aber die leben aktuell im Oberwald (Wildgehege und Außenstelle vom Zoo).

Das kleine Steppenzebrafohlen hat sich hinter der Mama versteckt. Aber es ist einfach zu niedlich. Zebras generell sind wunderschön. Das Fohlen ist jedoch total süß.


Nachdem ich mich von den Zebras losgelöst habe, bin ich zum Ententeich spaziert. Welch ein Glücksfall, dass ich da hin gegangen bin. Wann hat man das Glück eine Schellente bei ihrer ausschweifenden Morgentoilette zu fotografieren.


Direkt am Ententeich ist das Affenhaus. Da war ich schon Jahre nicht mehr. Da ich nicht gut zu Fuß bin, biege ich normalerweise schon früher ab und kürze bei den Elefanten ab. Heute hatte ich mir aber eine andere Route vorgenommen.
Im Affenhaus leben Schimpansen, Kattas, Rotscheitelmangaben und Geoffroy-Klammeraffen. Die Rotscheitelmangabe knabberte an einem Zapfen rum. Das gab ein schönes Portrait.


Die Kattas schauten mit direkt in mein Obkjektiv.


Der Zoodirektor Matthias Reinschmidt liebt Vögel. Kein Wunder, wo er doch im Loro Parque auf Teneriffa gearbeitet hat. So ist es kein Wunder, dass man immer wieder auf wunderschöne gefiederte Gesellen wie diese Sonnensittiche trifft.


Schon von weitem habe ich den heimischen Reiher gesehen. Da er auf meinem Weg saß, wurde er auch digital festgehalten. Wo er doch so dekorativ am Rand des Löwengeheges stand.


Die Löwin scheint ein Morgenmuffel zu sein. Finde ich sympathisch.


Dagegen waren die China-Leoparden etwas Zickig. Da ging es dann mal richtig zur Sache. Mit Bissen in den Nacken und anknurren wurde klargemacht, wer der Chef im Stall ist.


Nun kam ich dann zum Dickhäuterhaus. Auf einer kleinen Außenanlage leben ebenfalls Flamingos. Dort treiben sich auch die blauen und weißen Pfauen herum.



Hier bin ich dann in Richtung Parkanlage und Streichelzoo abgebogen. Inzwischen hatte sich der Nebel verzogen und die Sonne hat sich gezeigt. So zeigt sich der Oktober golden.


Unterwegs habe ich noch meinen Lieblingsbaum gesehen. Da er eine Mischung aus Laub- und Nadelgehölz ist, bleibt er lange grün. Aber bald werden seine Blätter gelb und fallen. Die Früchte stinken furchtbar, wenn sie herunter fallen. Ich nehme an, dass im Park dort zur Zeit häufiger gefegt wird.


Im Streichelzoo habe ich noch die Esel und Ziegen fotografiert. Carla und Casperl, die beiden Esel, genossen grade ihr Mittagsbuffet. Carla ist der dunkle Esel.



Dann noch ein letzter Blick auf den See und die Wasserspiele und dann ging es in Richtung Haltestelle, vorbei am Konzerthaus.


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